Pizza vom Grill

Pizza vom Grill

Neben dem einfachen Grillen, was ich im übrigen auch sehr gerne und oft mache und generell am häufigsten gemacht wird, haben zwischenzeitlich auch sehr viele die Pizza vom Grill für sich entdeckt. Ich habe in den letzten Jahren viele Tipps und Tricks gehört, gesehen und selbst ausprobiert. Temperatur, Art des Pizzasteins, Zubereitung, Kohle, Gas oder Elektrogrill. Die erste selbstgemachte Pizza, die für mich perfekt war habe ich dann im Frühjahr 2016 hinbekommen. Viel benötigt man nicht, einen Grill, Pizzastein und einen Schieber um die Pizza auf den Pizzastein zu bekommen, schon kann es losgehen.

Wahl des Grills:

Grundsätzlich ist es egal ob man einen Kohle, Gas oder Elektrogrill verwendet. Viel wichtiger ist, dass der Grill genügend Temperatur erzeugt und einen Deckel hat. Dies ist aber noch nicht alles, der Grill muss so groß sein, dass sich direkt unter dem Pizzastein keine Wärmequelle befindet. Befindet sich direkt unter dem Pizzastein eine Wärmequelle ist meist zuviel Unterhitze vorhanden und der Pizzaboden verbrennt. Bei einem Gasgrill mit drei Brennern können dann z.B. nur die äußersten Brenner verwendet werden und diese müssen in der Lage sein eine Temperatur von über 300 Grad zu erzeugen. Um den Pizzastein herum muss auch genügend Platz sein um eine Oberhitze zu bekommen, diese ist für eine perfekte Pizza sehr wichtig. Ohne vernünftige Oberhitze schafft man keine perfekte Pizza. Zusammengefasst sind folgende Punkte beim Grill wichtig:

  • Temperatur über 300 Grad muss möglich sein (Ideal 350-370 Grad)
  • Groß genug um keine Wärmequelle direkt unter dem Pizzastein zu haben
  • Der Grill muss einen Deckel haben

 

Pizzastein:

Hier gibt es bis auf die Größe nichts zu beachten. Der Pizzastein darf nicht zu groß sein, es muss Wärme am Pizzastein vorbei kommen  um Oberhitze zu erzeugen. Die am Markt erhältlichen Modelle sind alle dick genug um genügend Wärme zu speichern und für fast jeden Grill gibt es entweder direkt vom Hersteller oder anderen Anbietern die passende Größe zum Grill.

Der Teig:

Das Thema Teig ist für mich ein Thema nach dem Motto: 5 Leute 10 Meinungen. Letztlich ist das schon fast eine Glaubensfrage und unterm Strich ist erlaubt was schmeckt. Ob es nu nein Teig mit fast null Hefe ist oder ein kompletter Würfel frische Hefe verwendet wird, ob Pizzamehl oder nicht, ob er über Nacht in den Kühlschrank kommt oder direkt nach kurzer Zeit schon verwendet wird, etc. muss jeder für sich herausfinden. Was ich an dieser Stelle aber mitgeben möchte, ist meine Empfehlung für einen guten Teig. Ich verwendet seit gut einem Jahr nur noch das Rezept von Moesta BBQ.

Der Belag:

Das sehe ich wie beim Teig, erlaubt ist was schmeckt. Mann kann jetzt darauf bestehen, dass der Käse unten sein muss und man nicht zu viele Zutaten verwendet. Ich sage macht was euch schmeckt. Sollte man nicht so hohe Temperaturen (350-370 Grad)  im Grill erreichen empfehle ich Zutaten, die viel Flüssigkeit verlieren wie z.B. Zwiebel oder Pilze erst zu dünsten oder anzubraten. Dies sorgt dafür, dass der Boden knuspriger wird. Hier hilft es auch den Belag auf 2-3 Zutaten zu beschränken. Ansonsten kann der Boden schnell etwas „matschig“ werden.

Zubereitung:

Ist genügend Temperatur vorhanden, gibt es eigentlich wenig zu beachten. Teig ausrollen, belegen und ab auf den Pizzastein. Der Stein sollte ca. 10-15 Minuten bei Zieltemperatur (350-370 Grad) im Grill sein um warm zu werden, dann kann die erste Pizza gebacken werden.
Erreicht man mit seinem Grill geringere Temperaturen, kann es helfen den Teig auszurollen und erst für 2-3 Minuten zu backen. Dann herausnehmen, belegen und zurück in den Grill.

Meine erste perfekte Pizza:

Ich habe viel auf meinem 57er Weber Kugelgrill und meinem Gasgrill Spirit E-320 (Zubehör immer nur ein Pizzastein) probiert aber so richtig zufrieden war ich mit dem Ergebnis nie. Die Pizza war grundsätzlich besser wie aus dem Backofen und hat auch geschmeckt,  aber so ein bisschen was hat mir immer gefehlt. Als ich Anfang 2016 einen Monolith Classic gekauft habe und dieser locker Temperaturen bis 400 Grad erreicht, war es an der Zeit auf dem Keramikgrill eine Pizza zu machen. Und schon beim ersten Versuch hat mich das Ergebnis mehr überzeugt wie bei etlichen Versuchen auf den anderen Grillgeräten. Nur warum? Teig und Belag war doch gleich?! Die Temperatur im Grill und die Fähigkeit des Keramikgrill diese in der massiven Keramik zu speichern und als Oberhitze abzugeben haben dafür gesorgt,  dass das Ergebnis schon beim ersten Versuch überzeugt hat. Ein wechsel auf den Teig von Moesta BBQ war dann für mich noch der letzte Schritt um die perfekte Pizza zu bekommen.
Vier Dinge sind es letztlich, die aus meiner Sicht entscheidend sind für eine perfekte Pizza:

  • Temperatur  von 350-370 Grad
  • Keine direkte Wärmequelle unter dem Pizzastein
  • Viel Oberhitze
  • Der richtige Teig

Das I-Tüpfelchen:

Meinen Weg zur ersten perfekten Pizza habe ich beschrieben, aber wie geht es noch besser? Die vier wichtigsten Dinge sind gefunden und ich bin eigentlich voll zufrieden mit der Pizza aus dem Keramikgrill. Da kommt der gute alte Kugelgrill wieder ins Spiel. Für das Jahr 2017 hatte ich mir fest vorgenommen wieder mehr mit dem Kugelgrill zu machen und da kam mir das Moesta Smokin‘ PizzaRing – PREMIUM SET gerade recht. Was damit alles möglich ist könnt Ihr in meinem Bericht dazu gerne nachlesen.
Aber nun zur Pizza, das Ergebnis unterscheidet sich nicht großartig zu dem aus dem Keramikgrill aber folgendes macht für mich den Smokin‘ PizzaRing von Moesta zusammen mit einem Kugelgrill zur ersten Wahl:

  • Erreichen und halten der notwendigen Temperatur von 350-370 Grad funktioniert spielend einfach
  • Durch die Form des Kugelgrills erhält man die perfekt Oberhitze
  • Es wird ein richtiges Feuer gemacht (Briketts + Buchenholz), dies ergibt einfach ein besonderes Erlebnis und macht einen gefühlt zu einem richtigen kleinen Pizzabäcker
  • Nachlegen von Holz um die Temperatur zu halten ist problemlos möglich, Briketts müssen bei einer Einsatzzeit von 2-3 Stunden nicht nachgelegt werden
  • Mit dem PizzaRing kann man den Kugelgrill noch um viele weitere Funktionen sinnvoll erweitern (siehe Bericht)
  • Der Preis im Vergleich zu einem Keramikgrill oder Pizzaofen günstig, ein Kugelgrill ist entweder vorhanden oder ebenfalls recht günstig zu bekommen.

  

Fazit:

Mein Weg zur perfekten Pizza habe ich für euch beschrieben und habe vielleicht auch den ein oder anderen wichtigen Hinweis für euren Weg zur perfekten Pizza gegeben. Ich wünsche euch viel Spaß dabei eure perfekte Pizza auf dem Grill zu backen.

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2 thoughts on “Pizza vom Grill”

  • Ich setze den Stein ca. 8cm über den Rost (2 Winkeleisen). Ich bin der Meinung, dass die Hitze besser zirkuliert, als wenn der Stein auf dem Rost liegt.
    Alle Brenner voll aufdrehen. Der Stein braucht je nach Dicke 20-30min. Zum testen, stäube ich etwas Mehl auf den Stein. Wenn es langsam goldbraun wird, ist es die richtige Temperatur. Wenn es sofort schwarz wird ist der Stein zu heiss. Kannst dann mit einen kalten nassen Lappen wieder ein bischen abkühlen.
    Wenn die Steintemp. passt, mache ich die Brenner unter dem Stein auf kleinste Stufe und die Äusseren lasse ich auf Vollgas.
    Kommt mit Sicherheit auch jeweils auf den Grill an. Ist meine Methode, mit der ich gute Ergebnisse erziele.

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